Die Gegend um Nová Baňa und Žarnovica ist klein und alles liegt nah beieinander. Deshalb schaffst du auch in kurzer Zeit eine ganze Menge. Nicht auslassen würde ich den Stausee Tajch, den Aussichtsturm Háj, die Burg Revište und eine Paddeltour auf dem Hron. Wenn du Ruhe suchst, passen noch das Kloster in Hronský Beňadik oder der Kurort Sklené Teplice dazu.
- Hier habe ich gewohnt
- In der Pension Tajch direkt am Stausee Tajch oberhalb von Nová Baňa
- Aussichtsturm Háj
- 21 Meter hoch und schwankt nicht, deshalb hatte ich trotz Höhenangst kein Problem damit
- Burg Revište
- Für mich die am meisten unterschätzte Burg der Region Gron, hinauf führt ein kurzer Lehrpfad
- Paddeltour auf dem Hron
- Der Abschnitt von Hliník über Revištské Podzámčie bis Rudno ist ruhig und auch für Anfänger geeignet
- Sklené Teplice
- Am besten hat mir das Baden in einer natürlichen Höhle mit heißem Wasser gefallen, ausgehalten habe ich es nur ein paar Minuten
Diesen Artikel habe ich 2018 geschrieben. Preise, Öffnungszeiten und Verbindungen können sich seitdem geändert haben. Prüf sie deshalb am besten vor der Reise.
Was kann man in Nová Baňa und Žarnovica unternehmen? Ausflugstipps habe ich jede Menge. Die Region Gron gehört nicht zu den großen Regionen der Slowakei, und das hat für dich einen großen Vorteil: Hier ist alles nur einen Katzensprung entfernt.
Ausflugstipps für Nová Baňa und Žarnovica: die Auswahl von Milan Bez Mapy
Ich habe eine lange Liste zusammengestellt, was es in Nová Baňa und Umgebung zu sehen gibt, dazu Tipps für Ausflüge, Wanderungen und gutes Essen:
- Stausee Tajch
- Aussichtsturm Háj
- Burg Revište
- Andesit-Steinmeer
- Paddeltour auf dem Hron
- Kloster Hronský Beňadik
- Repište
- Barbaraweg
- Kurort Sklené Teplice
- Schacht Althandel und Stollen Tag
- Forellenangeln in Ostrý Grúň
Stausee Tajch über Nová Baňa
Der Stausee Tajch liegt oberhalb von Nová Baňa mitten im Grünen. Auf meiner Reise durch die Region Gron habe ich direkt hier gewohnt, in der Pension Tajch mit Blick über den ganzen See. Ein bisschen lustig ist das schon: Es ist ein Tajch, der Tajch heißt. Ein Tajch ist ein künstlicher Stausee, der früher die Bergwerke mit Wasser versorgt hat. Und Bergwerke gibt es in der Umgebung unzählige.
Die Bergwerke und Stollen rund um Nová Baňa sind heute verlassen, die Stauseen aber sind geblieben. Bei meinem Besuch habe ich hier Leute baden sehen und vor allem Angler beim Fischen. Am See gibt es verschiedene Veranstaltungen, etwa Sommerkino oder Musik mit Dudelsack und Heligónka, einer slowakischen Knopfharmonika. Außerdem liegt hier ein Platz für Wohnwagen und Wohnmobile. Ich erinnere mich bis heute an das Gefühl, als ich morgens vor sieben um den See spaziert bin. Ich habe all die Angler beobachtet, die dem Anschein nach schon seit gestern dort saßen.


Aussichtsturm Háj über Nová Baňa
Am höchsten Punkt des Hügels über Nová Baňa ist der Aussichtsturm Háj entstanden. Kurios ist: Der Turm steht nicht auf dem höchsten Berg über der Stadt, weil man von dort nicht so gut in die Umgebung sehen würde. Ganz in der Nähe lohnt sich ein Halt in Kohútovo, einem Wallfahrtsort mit neugotischer Kapelle. Mit Höhen tue ich mich eigentlich schwer, aber der Aufstieg auf den Turm war für mich kein Problem, weil er im Wind nicht schwankt. Unten findest du ein Gästebuch, in das du dich eintragen kannst. Findest du meinen Eintrag?
- Der Turm ist 21 Meter hoch und steht auf 625 Metern Höhe.
- Er ist komplett aus natürlichen Materialien gebaut, sein unterer Teil ist mit Rhyolith verkleidet, einem typischen Gestein dieser Gegend.
- Vom Turm aus siehst du die Schemnitzer Berge (Štiavnické vrchy), Nová Baňa und die Gebirgszüge Vtáčnik und Pohronský Inovec.
- Oben steht außerdem ein Fernrohr, das du kostenlos benutzen kannst.


Burg Revište bei Žarnovica
Von der Schnellstraße R1 aus siehst du die Burg Revište wunderbar, und jedes Mal, wenn ich vorbeigefahren bin, habe ich mich gefragt, was das für eine Burg ist und wie sie heißt. Später habe ich herausgefunden, dass es die Burg Revište ist. Ich habe ihr einen ganzen Artikel gewidmet und darin die Burg Revište zur am meisten unterschätzten Burg der Region Gron erklärt. Sie verdient auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit, und zurzeit setzen Freiwillige sie wieder instand. Die Burg gehört zur Burgenstraße im Hrontal (Pohronská hradná cesta), die Burgen und Befestigungen in der Mittelslowakei verbindet.
Mir gefällt, dass ein kurzer Lehrpfad zur Burg hinaufführt. So kannst du beim Aufstieg über wichtige Ereignisse und Jahreszahlen aus der Geschichte der Burg lesen. Die Burg ist in wirklich schlechtem Zustand, die Freiwilligen kamen also fünf vor zwölf. Die Aussicht in die Umgebung kann ich dir nur empfehlen. Schau selbst:


Westlich der Burg Revište liegen außerdem Malá Lehota und Veľká Lehota. Die beiden Streusiedlungen bestehen aus vielen kleinen Weilern und sind für ihre Dudelsacktradition bekannt. Die slowakische Dudelsackkultur steht seit 2015 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes. Was mich aber neugierig gemacht hat: Hier liegt das sogenannte Andesit-Steinmeer. Ich war zwar nicht dort, aber so habe ich wenigstens einen Grund wiederzukommen. Es entstand, als ein Lavastrom zerfiel. Heute ist nur noch ein Teil erhalten, weil die Leute es abgetragen und die Bruchstücke für ihre Häuser verwendet haben. Du suchst den idealen Ausflug rund um Nová Baňa und Žarnovica? Die Burg Revište ist mein Favorit.
Paddeltour auf dem Hron
Ich liebe Bootstouren auf Flüssen, egal womit und egal wo. Deshalb hat mir die Paddeltour auf dem Hron so gut gefallen. Schöne Abschnitte gibt es auf dem Hron viele, aber die Strecke von Hliník über Revištské Podzámčie bis nach Rudno führt genau durch die Region Gron. Paddeln kannst du bis nach Brehy. Auf diesem Abschnitt ist das Wasser recht ruhig und auch für Anfänger geeignet. Stellenweise fast zu ruhig.


Kloster in Hronský Beňadik
Das Kloster Hronský Beňadik kennt in der Slowakei wohl jeder. Wenn du Sakralbauten magst, lohnt sich hier auf jeden Fall ein Halt. Schau aber vorher im Internet nach den Öffnungszeiten. Das Kloster ist das ganze Jahr geöffnet, von Oktober bis März allerdings kürzer, und montags ist es geschlossen. Mich hat die Geschichte der Nonnen sehr beeindruckt, die hier viele Jahre festgehalten wurden und das Kloster nicht verlassen durften. 1950 wurde das Kloster nämlich zu einem Ort, an dem man Nonnen aus der ganzen Slowakei festhielt.



Repište und der Barbaraweg
Repište liegt ideal, denn hier kreuzen sich Rad- und Wanderwege. Man hat sich hier etwas Interessantes ausgedacht, den sogenannten Barbaraweg (Barborská cesta), benannt nach der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Der Weg ist 192 Kilometer lang, hat neun Etappen und verbindet die Bergbauorte der Umgebung. Eine Etappe ist eine Tagestour, der ganze Weg dauert also neun Tage. Du kannst dir auch einen Pilgerpass für 6 € kaufen und darin Stempel sammeln. Hast du alle beisammen, bekommst du eine Urkunde dafür, dass du den Barbaraweg geschafft hast. Der Weg soll Besuchern die Gegend näherbringen, und du kannst ihn komplett zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Aber Achtung: Die zweite Etappe ist die schwerste.
Kurort Sklené Teplice
Der Kurort Sklené Teplice gehört zu den ältesten in der Slowakei. Sein großes Plus ist unverdünntes Thermalwasser, das heilend wirkt und direkt aus der Quelle in die Becken fließt. Der hohe Gehalt an Magnesium und Kalzium hilft bei Erkrankungen des Bewegungsapparats. Die Wirkung zeigt sich schon nach der ersten Woche regelmäßiger Anwendungen. Das Wasser ist trinkbar und 52 °C heiß. Ich habe es probiert und war überrascht: Es hat nicht nach faulen Eiern geschmeckt wie die meisten Thermalquellen, zum Beispiel die im Kurbad Smerdžonka.
Die Anlage besteht aus fünf Kurhäusern unterschiedlicher Kategorien, und es gibt barrierefreie Eingänge. Übrigens steht das ganze Areal unter Denkmalschutz. Am meisten hat mich das Baden in einer natürlichen Höhle begeistert, in der das Wasser richtig heiß ist. Ich habe es darin nur ein paar Minuten ausgehalten. Zu den schönsten Ausflügen rund um Nová Baňa und Žarnovica zähle ich den Kurort auf jeden Fall.


Schacht Althandel und Stollen Tag
Aus dem Schacht Althandel hat man einst ganze 600 Kilogramm Gold gefördert, und heute kannst du ihn bei einer Führung von innen sehen. Erhalten geblieben ist davon der Stollen Tag. 2018 konnte man noch bei einem Herrn klingeln, der direkt darüber wohnt, und er führte die Besucher herum. Welche Führungen es aktuell gibt, erfragst du am besten vor der Reise bei der Touristeninformation in Nová Baňa. Im Stollen liegen noch Reste des alten Bergmannswerkzeugs aus der Zeit des Goldbergbaus, und für Besucher sind 90 Meter zugänglich. Ein toller Ausflug rund um Nová Baňa und Žarnovica.



Forellenangeln in Ostrý Grúň
Durch Ostrý Grúň führte früher die Bahnstrecke von Kľak, von der du in den Wäldern bis heute Reste findest. Bei Ostrý Grúň im Tal Pokutská dolina kannst du aber auch angeln gehen. Genauer gesagt: Forellen. Der Mann, der sie hier zubereitet, hat mir sein „geheimes“ Rezept verraten. Er paniert sie mit Maismehl und brät sie aus. Das macht den Geschmack des Fisches intensiver, und ich muss sagen: Es funktioniert wirklich.
Oberhalb des künstlichen Sees liegt außerdem der Reiterhof Ranč Blanc. Bevor du deinen Fisch fängst und brätst, kannst du also noch eine Runde reiten. Oder du nimmst jemanden mit auf einen schönen Ausflug zur Ranch.



Die Region Gron habe ich auf einer Pressereise bereist. Organisiert hat sie der regionale Tourismusverband Región GRON mit Unterstützung des slowakischen Ministeriums für Verkehr und Bauwesen. Mehr über die Region und weitere interessante Ziele findest du auf seiner Website.





