Der FKK-Strand in Čunovo ist ruhiger als Zlaté Piesky, liegt aber weiter vom Zentrum entfernt, und mit dem Parken gibt es oft Ärger. Ich empfehle ihn allen, die mehr Privatsphäre suchen. Baden ist allerdings in beiden Seen offiziell verboten, weil sie in einem Schutzgebiet liegen. Halte dich also an das Verbot und nimm Rücksicht auf die Natur.
- Mit dem Bus
- Linie 91 ab Most SNP in etwa 25 Minuten; von der Haltestelle Čunovské jazerá noch 15 Minuten zu Fuß durch den Wald
- Mein Tipp
- Am besten mit dem Fahrrad über den Damm kommen und vor dem Imbiss Bufet pri Poldri abbiegen
- Parken
- Kein offizieller Parkplatz; an der Zufahrtsstraße ist eine gelbe Linie markiert, und die Polizei kontrolliert im Sommer regelmäßig
- Baden
- Offiziell nirgends, denn in beiden Seen ist es verboten (Schutzgebiet Ostrovné lúčky); trotzdem gehen hier Leute ins Wasser
- Mitnehmen
- Eine Isomatte aus Schaumstoff gegen den Staub, dazu Essen und Trinken; es gibt weder Toiletten noch Imbissbuden
- Liegeplätze
- Die kleineren Strände rund um den See bieten Privatsphäre, haben aber nur bis etwa 16 Uhr Sonne
Diesen Artikel habe ich 2020 geschrieben. Preise, Öffnungszeiten und Verbindungen können sich seitdem geändert haben, prüf sie deshalb vor der Reise.
Der FKK-Strand in Čunovo gehört aus einem einfachen Grund nicht zu den meistbesuchten FKK-Stränden in Bratislava: Er ist weit weg. Außerdem war das Parken hier schon immer ein Problem. Als ich meinen Artikel über die besten FKK-Strände in der Slowakei veröffentlicht habe, haben mich die vielen positiven Reaktionen überrascht.
FKK-Strand Čunovo: mein Erfahrungsbericht vom Baden im kleinen und im großen See
Ich habe mir ein kleines Ziel gesetzt: die bekanntesten FKK-Strände zu besuchen und über jeden einzeln einen ausführlichen Bericht zu schreiben. Heute geht es weiter mit dem FKK-Strand in Čunovo. Wie ist das Nacktbaden hier?

Die Seen von Čunovo (Čunovské jazerá) kennt in Bratislava jeder, aber so überlaufen wie zum Beispiel der FKK-Strand Zlaté Piesky sind sie selten. Das Wasser ist sauber und von hoher Qualität, die Natur ist schön, und es ist ruhig. Trotzdem liegen die Leute hier an normalen Tagen nicht Handtuch an Handtuch (außer in den Sommerferien, da habe ich das Gefühl, dass die Kinder hier sogar übernachten). Das hat ein paar Gründe, und für mich sprechen die meisten davon gerade für Čunovo. Der FKK-Strand selbst liegt am kleinen See, und zwar bei diesen Koordinaten: 48.040746, 17.172495.
Nacktbaden in den Seen von Čunovo
- Das Parkproblem an den Seen von Čunovo gibt es, gab es schon immer und wird es immer geben. Offizielle Parkplätze existieren hier schlicht nicht, und die Polizei verteilt gern Strafzettel und Parkkrallen.
- Mit dem Bus ist es sehr weit. Vom Zentrum Bratislavas fährst du mit dem Bus 91 ab der Haltestelle Most SNP (Brücke des Slowakischen Nationalaufstands). Bis zum FKK-Strand Čunovo sitzt du etwa 25 Minuten im verschwitzten Stadtbus. Der Bus fährt meistens alle 20 Minuten. Mit dem Auto bist du in etwa 20 Minuten an den Seen in Čunovo, dazu kommt die Parkplatzsuche.
- Es gibt hier keinerlei Infrastruktur: keine Toiletten, keine Verpflegung und keine Imbissbuden. Die Seen liegen mitten im Auwald, in der freien Natur. Mülleimer? Fehlanzeige.
- Es gibt Schlangen und anderes Getier, du bist schließlich in der Natur. Eine besondere Erwähnung verdienen die Bremsen, Frösche und Wespen.

Wie komme ich zum FKK-Strand Čunovo? Anreise mit Bus oder Auto und Parken
Mit dem Bus zu den Seen von Čunovo
Wenn du im Sommer mal mit dem Bus 91 fährst, ist er ziemlich sicher voller Leute mit Luftmatratzen und Schwimmtieren. Das sind Kinder und Studierende, die hier gern ganze Tage verbringen: Sie picknicken, grillen, baden und zelten. Die Seen von Čunovo sind eigentlich zwei Seen, ein großer und ein kleiner. Steig an der Haltestelle „Čunovské jazerá“ aus und lauf durch das dichte Wäldchen bis zu den Seen. Von der Bushaltestelle bis zum Strand gehst du etwa 15 Minuten, und zwar im Schatten. Danach geht es ab ins Wasser.
Mit dem Auto nach Čunovo: Parken an den Seen
Mit dem Auto geht es natürlich am schnellsten, aber die Zeit, die du unterwegs sparst, verlierst du bei der Parkplatzsuche. An den Seen von Čunovo gibt es keinen offiziellen Parkplatz, und es gab auch nie einen. Die meisten parken an der langen Zufahrtsstraße, weil dort schon andere Autos stehen. Also glauben sie, dass Parken hier erlaubt ist, und übersehen die gelbe Linie auf beiden Straßenseiten.
Die Polizei kommt regelmäßig vorbei und hat früher allen eine Parkkralle verpasst, inzwischen gibt es nur noch einen Strafzettel hinter dem Scheibenwischer. Im Sommer kannst du dich hundertprozentig darauf verlassen, dass sie kommen und die Genehmigungen kontrollieren. Das Parkverbot gilt ab diesem Schild bis hinunter zur Schranke.


Ohne Strafzettel kannst du in der Nähe der Bushaltestelle parken oder an der Abzweigung von der Straße Richtung Čunovo. Dort passen aber insgesamt nur ein paar Autos hin, und frei ist selten etwas. Früher konntest du bei den Häusern in der Neubausiedlung in der Nähe parken, aber auch dort gibt es inzwischen Schranken. Im Sommer war das mit den Autos einfach nicht mehr auszuhalten. Wo du parken sollst, kann ich dir nicht wirklich sagen, weil ich nur selten mit dem Auto hinfahre. Die einzige Lösung ist eine Genehmigung, zum Beispiel die Nummer 24 für Angler. Die muss der Bürgermeister von Rusovce unterschreiben.
Parken und Halten an der Zufahrtsstraße zu den Seen von Čunovo nur mit Genehmigung

Mit dem Fahrrad über den Damm zu den Seen von Čunovo
Am besten kommst du mit dem Fahrrad über den Hochwasserdamm zu den Seen von Čunovo. Wenn du ein Rad hast, ist das für mich die bequemste Art, aus der Innenstadt hierherzukommen. Vom Damm biegst du einfach vor dem Imbiss Bufet pri Poldri ab und fährst durch den Wald bis zu den Seen.
Sand und Kies am FKK-Strand Čunovo: Einstieg ins Wasser, Privatsphäre und Wasserqualität
Wie ich schon im Hauptartikel über die besten FKK-Strände in der Slowakei geschrieben habe, haben die Seen von Čunovo einen Nachteil. Der FKK-Strand hat zwar auch Kies- und Sandstellen, aber nur stellenweise. Meistens ist der Boden staubig, und wenn du aus dem Wasser kommst, bist du samt Handtuch schön paniert. Mir gefällt das nicht, trotzdem gehe ich nicht an den Hauptstrand mit dem Kies. Warum? Dort ist am meisten los, und Privatsphäre gibt es keine. Außerdem fällt der Strand dort ziemlich steil ab, während die anderen ringsum relativ eben sind und sich besser zum Liegen eignen.
Ich ziehe die kleineren Strände rund um den See vor. Dort habe ich meine Privatsphäre und weiß, dass sich niemand direkt neben mich legt. Staubig sind sie zwar auch, aber alles kann eben nicht perfekt sein. Außerdem scheint die Sonne dort nur bis etwa 16 Uhr. Wenn du bis zum Sonnenuntergang Sonne willst, leg dich an den Hauptstrand. Auf jeden Fall empfehle ich dir eine Isomatte aus Schaumstoff. Durch sie spürst du die Steinchen nicht, und dein Handtuch bleibt sauber. So eine Matte kostet weniger als 5 €.





Der Einstieg ins Wasser ist hier relativ steil, und der Grund ist an vielen Stellen schlammig. Keine Panik, wenn dein Fuß bis zum Knöchel im Schlamm versinkt: Die Schlangen hier beißen nicht, und Blutegel habe ich noch nie gesehen. Was mir aufgefallen ist: Die Leute kennen sich hier meistens, unterhalten sich und passen gegenseitig auf ihre Sachen auf. Das finde ich sympathisch. Ehrlich gesagt kommen aber vor allem ältere Leute hierher, während es am See Zlaté Piesky immer etwa halb und halb ist.
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Wasserqualität am FKK-Strand in Čunovo: schwarze Punkte und Blaualgen
Ich komme vor allem wegen des sauberen Wassers gern hierher. Zwar tauchen im Wasser manchmal schwarze Punkte auf, meistens ist das Wasser aber schön sauber und klar, besonders bei gutem Wetter. Blaualgen? Keine Spur. Deshalb kommen auch gern Angler hierher, bei den Nudisten sitzen sie allerdings selten. Oft zelten sie hier auch und angeln sogar nachts. Angeln ist hier wegen des sauberen und warmen Wassers beliebt, auch bei schlechtem Wetter. Den kleinen See in Čunovo halte ich für einen sauberen See, und auch die Wassertemperatur passt mir.
Wassertemperatur und Tiefe
Am Rand ist der See immer schön warm, in der Mitte wegen seiner Tiefe angenehm kühl. Tiefer als vier Meter dürfte er allerdings nicht sein. Probier im Sommer ruhig mal das Zelten aus, bring aber Essen und Trinken mit, denn Imbissbuden gibt es hier keine. Das Schwimmen ist hier richtig angenehm.





Baden in den Seen von Čunovo: Naturschutz und Badeverbot
Offiziell ist das Baden in den Seen von Čunovo verboten, und zwar im kleinen wie im großen See. Im großen habe ich in meinem Leben nur zweimal gebadet. So oder so: Die Seen von Čunovo gehören zu den saubersten Seen in Bratislava, obwohl die Leute im großen See trotz Verbot baden. Welche anderen Badeseen in Bratislava es gibt, habe ich ebenfalls zusammengestellt.
Wichtig: Die Seen von Čunovo liegen im Schutzgebiet Ostrovné lúčky, und zum Schutz der Natur ist Baden dort verboten. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert nach dem slowakischen Naturschutzgesetz eine Geldstrafe von bis zu knapp 10.000 €.
In der Mitte liegt eine kleine Insel, die schwimmend erreichbar ist, obwohl hier Badeverbot gilt. Ab und zu kommen auch Nudisten zum Nacktbaden an den großen See und auf die Insel, allerdings nur sehr wenige. Auch am großen See angeln und zelten die Leute.
Lies auch meinen Artikel Cafés for Digital Nomads in Bratislava.






