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Ein Reiseblog aus der Slowakei. Seit 2013.
Europa/Italien14 Min. Lesezeit

Sehenswürdigkeiten in Neapel und ein Ausflug nach Pompeji: Milans Tipps

Neapel hat einen schlechten Ruf, ich habe dort aber nichts Schlimmes erlebt und mich überraschend wohlgefühlt. Meine Tipps: was du sehen solltest, wo du übernachtest, wie du sicher bleibst und wie du mit dem Zug nach Pompeji kommst.

Sehenswürdigkeiten in Neapel und Ausflug nach Pompeji
Neapel und ein Ausflug nach Pompeji: die Tipps von Milan Bez Mapy

Ein Besuch in Neapel lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall. Die Stadt hat einen schlechten Ruf, ich selbst habe dort aber nichts Schlimmes erlebt. Ich würde mir das Archäologische Nationalmuseum, die Altstadt, die Quartieri Spagnoli mit ihrem Maradona-Kult und den Ausblick vom Castel Sant’Elmo nicht entgehen lassen. Einplanen würde ich auch einen Ausflug nach Pompeji, vielleicht sogar den Aufstieg auf den Vesuv.

Auf einen Blickvon Milan Bez Mapy
Vom Flughafen ins Zentrum
Alibus für 5 €, etwa 20 Minuten bis zum Hauptbahnhof, Kartenzahlung beim Fahrer
Wo ich gewohnt habe
Wohnung nahe der Piazza Bellini; Unterkunft am besten in Gehweite einer Metrostation, die Busse sind unpünktlich
Achtung
Das Tagesticket gilt nicht 24 Stunden, sondern nur bis Mitternacht, also erst morgens entwerten
Wie viele Tage
Mindestens zwei für die Stadt und einen weiteren für Pompeji
Castel Sant’Elmo
Nach 16 Uhr habe ich nur etwa den halben Eintritt bezahlt, genau dann, wenn das Licht am schönsten ist
Pompeji
Mit der Circumvesuviana 30 bis 40 Minuten, nach 14 Uhr hatte ich die Gassen fast für mich allein
Inhalt6 KapitelAusblendenAnzeigen
  1. 01Neapel besuchen: was du sehen und vor der Reise wissen solltest
  2. 02Flüge nach Neapel und Transfer vom Flughafen ins Zentrum
  3. 03Übernachten in Neapel und wie du dich in der Stadt fortbewegst
  4. Ist Neapel gefährlich? Kriminalität, Diebstähle und Sicherheit
  5. 04Sehenswürdigkeiten in Neapel: die Auswahl von Milan Bez Mapy und wie viele Tage du brauchst
  6. Was gibt es in Neapel zu sehen? Das Archäologische Nationalmuseum
  7. Piazza Bellini, Altstadt und Basilika Santa Chiara
  8. Via San Gregorio Armeno: die Straße der Krippen
  9. Quartieri Spagnoli und der Kult um Maradona
  10. Neapels Unterwelt: die Gänge unter der Piazza San Gaetano
  11. Castel Sant’Elmo: Ausblick über Neapel und den Vesuv
  12. Lungomare, Castel dell’Ovo und das Viertel Chiaia
  13. 05Tagesausflug von Neapel nach Pompeji und Aufstieg auf den Vesuv
  14. Wie komme ich von Neapel nach Pompeji?
  15. Was gibt es in Pompeji zu sehen und wo findest du die berühmten Körper?
  16. 06Lohnt sich Neapel? Das Fazit von Milan Bez Mapy

Was gibt es in Neapel zu sehen? Ich gebe zu, diese Stadt hatte ich nie auf dem Schirm. Warum? Sie hat keinen guten Ruf. Die meisten, die aus Neapel zurückkamen, haben mir erzählt, einmal habe ihnen gereicht und sie sähen keinen Anlass, wiederzukommen. Das liegt daran, dass Neapel nicht ganz das herausgeputzte, „hübsche“ Italien ist, das wir aus amerikanischen Filmen kennen.

Neapel ist rau, für manche schmutzig und berüchtigt für Kriminalität und Diebstähle. Meine Mutter war vor längerer Zeit hier, und man hat sie schon am Flughafen bestohlen, kurz nach der Landung. Genau deshalb hatte ich es mit Neapel nicht eilig, bis ich auf extrem günstige Flüge gestoßen bin.

Und weißt du was? Nichts davon habe ich erlebt. Hier sind meine Tipps, was du in Neapel sehen solltest. Die Stadt gehörte übrigens einst zu den größten Europas.

Neapel besuchen: was du sehen und vor der Reise wissen solltest

Flüge nach Neapel und Transfer vom Flughafen ins Zentrum

Was ich an Neapel super finde: Der Flughafen liegt fast im Stadtzentrum. Ohne Übertreibung, mit dem Bus bist du vom Flughafen in etwa 20 Minuten am Hauptbahnhof.

Tipp von Milan Flug-, Zug- und Busverbindungen nach Neapel kannst du über Omio vergleichen.

Der Alibus fährt vom Flughafen in die Stadt und zurück und kostet 5 €. Du kannst direkt beim Fahrer mit Karte zahlen, und das ist ein großes Plus. Die Haltestelle am Flughafen liegt etwas abseits hinter dem Taxistand, Google Maps zeigt sie aber richtig an.

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Übernachten in Neapel und wie du dich in der Stadt fortbewegst

Ich würde in der Altstadt übernachten, aber nicht irgendwo. Meine schöne Wohnung lag ganz in der Nähe der Piazza Bellini, und das war eine sehr vernünftige Entscheidung. Der Nahverkehr in Neapel ist nämlich eine Katastrophe, wirklich lohnt sich vor allem die Metro. Die Busse sind unpünktlich. Wenn du eine Unterkunft suchst, sollte sie deshalb unbedingt zu Fuß von einer Metrostation erreichbar sein. Die Metro ist hier schnell, günstig und zuverlässig. Ein paarmal habe ich den Bussen eine Chance gegeben und es bereut.

Es gibt ein Tagesticket, aber Achtung: Es ist kein 24-Stunden-Ticket, sondern gilt nur bis Mitternacht. Das wusste ich nicht. Willst du es voll ausnutzen, entwertest du es am besten erst am Morgen. Und bitte verzichte auf Uber. Es ist hier unnötig teuer, und Bolt gibt es in Neapel nicht. Deine Wege kannst du wunderbar mit Google Maps planen.

Tipp von Milan Wenn du nur Neapel und Pompeji besuchen willst, kommst du mit Zügen und der Metro aus. Hast du aber auch die Amalfiküste im Blick und willst die Umgebung erkunden, ist ein Mietwagen eine Überlegung wert. Ich nutze Discover Cars, eine Suchmaschine für Mietwagen, die ähnlich funktioniert wie eine Flugsuchmaschine. Das Portal vergleicht die Preise der Vermieter und zeigt dir die Angebote mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ist Neapel gefährlich? Kriminalität, Diebstähle und Sicherheit

Diese Frage stellt sich jeder, auch ich habe sie mir gestellt, denn Neapel hat nicht den besten Ruf. Leser haben mir von Diebstählen erzählt, die sie dort erlebt haben, und auch meiner Mutter ist es passiert. Das häufigste Problem sind hier Taschendiebe. Wenn du auffälligen Schmuck oder baumelnde Halsketten trägst, nimm sie lieber ab.

  • Tipp von Milan Ich habe einen eigenen Artikel darüber geschrieben, worauf du dich vor einer Reise nach Neapel einstellen und worauf du achten solltest.

Wenn du dich aber in den touristischen Gegenden und zu normalen Uhrzeiten bewegst, glaube ich, dass alles gut geht. Gesunder Menschenverstand hilft hier wie überall sonst auch. Mir ist nichts passiert, was aber nicht heißt, dass dir nichts passieren kann. Neapel ist nicht ganz das typische Italien, aber das war Alghero auf Sardinien auch nicht, als ich vor einem Jahr dort war.

Kriminalität, Diebstähle und Sicherheit in Neapel
Kriminalität, Diebstähle und Sicherheit in Neapel

Sehenswürdigkeiten in Neapel: die Auswahl von Milan Bez Mapy und wie viele Tage du brauchst

Was die Sehenswürdigkeiten angeht, ist Neapel keine große Stadt. An einem Tag schaffst du aber nicht alles so, dass du auch etwas davon hast. Ich würde mindestens zwei Tage einplanen, dazu einen weiteren Tag für Pompeji.

Diese Orte lohnen sich in Neapel:

  1. Archäologisches Nationalmuseum
  2. Piazza Vincenzo Bellini, Altstadt und Basilika Santa Chiara
  3. Via San Gregorio Armeno
  4. Quartieri Spagnoli
  5. Unterirdische Gänge an der Piazza San Gaetano
  6. Ausblick vom Castel Sant’Elmo
  7. Uferpromenade Lungomare und Castel dell’Ovo
  8. Stadtviertel Chiaia
  9. Ausflug nach Pompeji und Aufstieg auf den Vesuv

Weitere Tipps, für die ich keine Zeit mehr hatte: die Strände von Sorrent, die Inseln Ischia und Capri und die ganze Amalfiküste. So habe ich wenigstens einen Grund, wiederzukommen.

Was gibt es in Neapel zu sehen? Das Archäologische Nationalmuseum

In Neapel wirst du von allen Seiten mit Pompeji „bombardiert“. Schließlich lockt Pompeji Hunderttausende Touristen in die Stadt. Bevor du aber zu den Ausgrabungen aufbrichst, würde ich im Archäologischen Nationalmuseum vorbeischauen, denn Pompeji hat den Grundstein für viele Prinzipien der modernen Architektur gelegt.

Was macht das Museum besonders? Hier gibt es eine riesige Sammlung von Kunst, Gemälden und Skulpturen direkt aus Pompeji, aber auch Alltagsgegenstände, die man retten konnte. Das Museum ist wirklich groß. Ich habe 20 € Eintritt bezahlt und etwa zwei Stunden hier verbracht, dabei aber bei Weitem nicht alles gesehen. Ich würde mir deshalb vorher überlegen, was ich sehen will, und gezielt hingehen.

Meine Meinung? Es ist nicht der wichtigste Halt in Neapel, aber mir persönlich haben die Gemälde und Skulpturen sehr gefallen. Wenn das Wetter nicht mitspielt und es regnet, würde ich dem Museum auf jeden Fall eine Chance geben. Kultur verdient Unterstützung.

Archäologisches Nationalmuseum in Neapel
Archäologisches Nationalmuseum in Neapel

Piazza Bellini, Altstadt und Basilika Santa Chiara

Wenn du das Neapel suchst, vor dem alle Angst haben, geh in die Altstadt. Sie ist laut, schmutzig, überfüllt und voller typischer enger Gassen. Ich habe dieses Chaos aber geliebt: mich durch die Menge schieben, den Lärm aufsaugen, den Straßenkünstlern zuschauen und sehen, wie hier alles irgendwie fließt, auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht. Pass nur gut auf deine Tasche auf, denn hier sind viele Taschendiebe unterwegs, manche schlängeln sich sogar mit dem Moped durch die Menge.

Geführte Touren durch Neapel und Ausflüge nach Pompeji findest du hier:

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Den Rundgang durch die Altstadt würde ich an der Piazza Vincenzo Bellini beginnen, wo es mehrere tolle Restaurants gibt. Ich habe nur ein paar Schritte entfernt gewohnt und deshalb viel Zeit hier verbracht. Der Platz ist so etwas wie eine grüne Oase mitten im Chaos. Ich habe hier sogar schon ein Lieblingscafé, auch wenn ausgerechnet der Kaffee dort nicht der beste ist. Es heißt Spazio Nea. Tagsüber trinkst du hier auf den Stufen einen Espresso, abends einen Aperol und schaust dem Treiben zu.

Ganz in der Nähe liegen auch die schöne Basilika Santa Chiara und die berühmte Spaccanapoli, eine Straße, die Neapel gewissermaßen in zwei Hälften teilt. Sie gehört zu den ältesten Straßen der Stadt und ist mehr als 2000 Jahre alt.

  • Tipp von Milan Ich würde nicht nur stur geradeaus gehen. Biegst du in die Seitengassen ab, ist plötzlich niemand mehr da außer Einheimischen, die Wäsche aufhängen und sich von Fenster zu Fenster etwas zurufen. So schlängelst du dich nach und nach bis zur Via San Gregorio Armeno durch, dem nächsten Programmpunkt.

Via San Gregorio Armeno: die Straße der Krippen

Ganz ehrlich, ich weiß nicht, warum alle so einen Hype um diese Gasse machen, aber hingegangen bin ich trotzdem. Sie heißt Via San Gregorio Armeno und ist dafür bekannt, dass hier das ganze Jahr über Krippen im typisch neapolitanischen Stil entstehen. Diesen Stil nennt man Presepe: traditionell gefertigte Figuren, die extrem realistisch und detailreich sind.

Es sind aber keine klassischen Krippen, wie du sie kennst. Zu diesen Krippen gehören oft auch bekannte Politiker, Promis oder Fußballer, allen voran Diego Maradona, der in Neapel regelrecht Kultstatus hat. Du findest hier auch Figuren von ihm in allen möglichen witzigen oder absurden Szenen. Siehst du also eine Krippe mit Maradona, keine Panik: Das ist kein Fehler, sondern Absicht.

Die Werkstätten haben das ganze Jahr geöffnet, und viele davon sind Familienbetriebe, die ihr Handwerk seit Hunderten von Jahren von Generation zu Generation weitergeben. Außerdem gibt es hier das ganze Jahr über Weihnachtsschmuck, für mich ein ziemlich guter Souvenirtipp aus Neapel. Stell dir einen Anhänger für den Weihnachtsbaum vor, der dich jedes Jahr an das Chaos dieser Stadt erinnert.

Piazza Vincenzo Bellini, Altstadt und Basilika Santa Chiara in Neapel
Piazza Vincenzo Bellini, Altstadt und Basilika Santa Chiara
Klassische neapolitanische Krippenkunst (Presepe)
Klassische neapolitanische Krippenkunst (Presepe)

Quartieri Spagnoli und der Kult um Maradona

Vor einer Reise nach Neapel hilft es, die komplizierte Geschichte der Stadt zu kennen und zu verstehen, warum sie so ist, wie sie ist. Neapel liegt in einer der ärmeren Regionen Italiens und stand dem reicheren Norden des Landes lange in einer Art Konflikt gegenüber.

Als Diego Maradona hierherkam, um Fußball zu spielen, und ein Spiel nach dem anderen gewann, wurde er zum Symbol des Widerstands gegen den Norden. Für die Einheimischen ist er nicht nur ein Fußballer, sondern eine Legende, die ihnen Stolz geschenkt hat. Bis heute verehren sie Maradona hier fast wie einen Gott. Lange haben ihm die Neapolitaner sogar seine Skandale nachgesehen, darunter Kontakte zur Mafia und Drogenprobleme.

Die Quartieri Spagnoli, das Spanische Viertel, gehören im Grunde ihm. Hier gibt es Läden, die Trikots mit seiner Nummer verkaufen, dazu Wandbilder, Souvenirs und kleine Schreine zu seinem Gedenken. Mitten im Viertel prangt ein berühmtes Wandbild, zu dem ich auf jeden Fall hingehen würde. Wenn du etwas wirklich Bizarres sehen willst, schau in der Bar Nilo vorbei. Dort bewahrt man angeblich eine Reliquie auf: ein Haar von Diego Maradona. Ob das stimmt, überlasse ich dir. Aber genau das zeigt, was für ein starker Kult um ihn entstanden ist.

Neapels Unterwelt: die Gänge unter der Piazza San Gaetano

Neapel gehört zu den ältesten Städten Europas, und gebaut hat man hier nicht nur über, sondern auch unter der Erde. Unter der Stadt verlaufen fast 500 km Gänge und Tunnel, viele davon sind bis heute nicht vollständig erforscht.

Wozu waren sie gut? Zuerst zum Abbau von Baumaterial, später in Kriegszeiten als Schutzräume und nicht zuletzt als Trinkwasserquelle. Im Zweiten Weltkrieg wurden einige Räume unter der Erde sogar zu Notunterkünften. Die Menschen lebten dort tatsächlich monatelang, um sich vor den Bombenangriffen zu schützen.

Das ganze unterirdische Neapel durchzieht ein ausgeklügeltes Wassersystem aus Brunnen und Kanälen, und viele davon sind bis heute voller Wasser. Dort unten fühlst du dich eher wie in einer unterirdischen Zivilisation als in einer Stadt. Ich würde mir ein Ticket für eine feste Uhrzeit online auf der offiziellen Website kaufen und die Führung durch das unterirdische Neapel mitmachen. Für mich war das eines der besten Erlebnisse in Neapel. Der Haupteingang liegt an der Piazza San Gaetano. Katakomben gibt es in der Stadt auch, die habe ich mir aber nicht angeschaut.

Quartieri Spagnoli und der Kult um Maradona in Neapel
Quartieri Spagnoli und der Kult um Maradona
Unterirdische Gänge unter der Piazza San Gaetano in Neapel
Unterirdische Gänge unter der Piazza San Gaetano
Altstadt von Neapel
Altstadt von Neapel

Castel Sant’Elmo: Ausblick über Neapel und den Vesuv

Einen der schönsten Ausblicke auf Neapel hatte ich vom Castel Sant’Elmo. Ich habe mir die Festung für den Schluss aufgehoben und dabei zufällig etwas entdeckt. Nach 16 Uhr habe ich nur etwa den halben Eintritt bezahlt (die Preise ändern sich, prüf sie am besten auf der offiziellen Website). Das fand ich bemerkenswert, denn genau dann beginnt das schönste Licht für Fotos, und der Sonnenuntergang rückt näher.

Die Festung ist riesig und hervorragend erhalten, und auch hier konnte ich mit Karte zahlen. Auffällig ist ihr sternförmiger Grundriss: So ließ sich die Stadt besser verteidigen und kontrollieren. Von oben liegt dir Neapel zu Füßen. Der Vesuv ragt direkt über der Stadt auf, und bei Sonnenuntergang färbt sich ganz Neapel orange.

  • Tipp von Milan Zur Festung kommst du auch mit der Standseilbahn. Sie ist zwar schnell, fährt aber größtenteils unter der Erde, von der Aussicht hast du dabei also wenig.

Lungomare, Castel dell’Ovo und das Viertel Chiaia

Diese drei Orte in Neapel habe ich leider nicht mehr geschafft, obwohl sie auf meiner Liste standen. Deshalb will ich auf jeden Fall wiederkommen. Spazier über die Uferpromenade Lungomare bis zum Castel dell’Ovo und trink abends etwas in Chiaia. Wenn ich mich richtig eingelesen habe, ist Chiaia das genaue Gegenteil vom Rest Neapels: ein Bohème-Viertel mit schönen Ausblicken, eleganten Straßen und Lokalen mit angenehmer Atmosphäre. Sag mir gern Bescheid, ob das wirklich so ist.

Restaurants in Neapel: wo es gute Pizza und Spaghetti gibt

Als ich auf Instagram gepostet habe, dass ich in Neapel bin, haben mich meine Follower mit Tipps für Lokale und Pizzerien überschwemmt. Und es stimmt: Die echte italienische Pizza ist genau hier entstanden. Typisch für die neapolitanische Pizza ist die einfache Margherita-Kombination aus dünnem Teig, guter Tomatensauce und Mozzarella.

  • Tipp von Milan Ich empfehle dir etwas ganz Einfaches: Schlendere durch die Gassen und setz dich dort hin, wo es dir gefällt. Es gibt hier so viele Lokale, dass es wenig Sinn hat, den einen „besten“ Ort zu suchen. Wenn irgendwo Einheimische sitzen, ist das ein gutes Zeichen, dass die Küche etwas taugt.

Viele empfehlen die L’Antica Pizzeria da Michele, eine der ältesten Pizzerien Neapels. Ein spannendes Konzept ist auch 120 Grammi Spaghetti Takeaway: frische Spaghetti zum Mitnehmen, die du im Stehen isst. So etwas siehst du nicht überall. Achte aber auf die Öffnungszeiten: Manche Lokale haben vor allem mittags geöffnet und können abends geschlossen sein.

Tagesausflug von Neapel nach Pompeji und Aufstieg auf den Vesuv

Ehrlich gesagt: Bevor ich wusste, wie gut mir Neapel gefallen würde, habe ich mich mehr auf Pompeji gefreut. Für den Ausflug würde ich einen ganzen Tag einplanen, oder zwei, wenn du auch auf den Vesuv willst. Den Vesuv habe ich nicht mehr geschafft. Der Aufstieg ist aber eine relativ leichte Wanderung, die die meisten gut bewältigen.

Pompeji von Neapel aus besuchen und auf den Vesuv steigen
Pompeji von Neapel aus besuchen und auf den Vesuv steigen

Wie komme ich von Neapel nach Pompeji?

Am einfachsten mit dem Zug. Vom Bahnhof Napoli Garibaldi fährt die Circumvesuviana direkt am Vesuv entlang, die Fahrt dauert etwa 30 bis 40 Minuten. In der Praxis haben die Züge allerdings oft Verspätung und sind voll. Ich würde also etwas Puffer einplanen und mich auf ein bisschen Chaos einstellen.

Die Alternative ist ein normaler Zug Richtung Salerno, der bequemer, aber teurer ist. Am besten steigst du am Bahnhof Pompei Scavi aus (Circumvesuviana Richtung Sorrent), der direkt am Haupteingang Porta Marina liegt. Die Züge Richtung Salerno halten dagegen am Bahnhof Pompei, der weiter von den Eingängen entfernt ist. Pompeji hat mehrere Eingänge und lässt pro Tag nur etwa 20.000 Besucher hinein. Vor allem in der Hauptsaison kann das ein Problem sein. Ich würde das Ticket für eine feste Uhrzeit vorab auf der offiziellen Website kaufen. Verpasst du deinen Zeitslot, nimmt das meistens niemand so genau. Mir ist das wegen eines verspäteten Zuges passiert, und man hat mich problemlos hineingelassen.

Beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus begrub die Asche Pompeji unter sich, und die ganze Stadt blieb wie in der Zeit „konserviert“. Bis heute gibt es dort originale Straßen, Häuser, Fresken und sogar Inschriften an den Wänden.

Was gibt es in Pompeji zu sehen und wo findest du die berühmten Körper?

Machen wir uns nichts vor: Die meisten kommen vor allem wegen der berühmten „Körper“ in verkrampfter Haltung hierher. In Wirklichkeit sind es keine Körper, sondern Abgüsse. Als der Vesuv ausbrach, begruben heiße Asche und Gase die Stadt. Die Toten blieben in der Asche eingeschlossen, die nach und nach erstarrte. Ihre Körper zerfielen mit der Zeit, zurück blieben nur Hohlräume.

Archäologen haben diese Hohlräume mit Gips ausgegossen. So entstanden realistische Abgüsse, die die letzten Momente der Bewohner festhalten. Genau deshalb wirken sie so eindringlich. Du siehst genaue Gesichtsausdrücke, Gesten und sogar, wie die Menschen versucht haben, sich zu schützen. Ich würde so viel von Pompeji anschauen wie möglich, aber stell dich darauf ein: Das Gelände ist riesig. Wenn du nach 14 Uhr kommst (bei mir war das eher ein Versehen wegen des verspäteten Zuges), gehst du den meisten Reisegruppen aus dem Weg. Ich hatte ganze Gassen fast für mich allein.

Es war zwar März, also Nebensaison, aber genau diese Zeit fand ich ideal: weniger Leute, bessere Atmosphäre und keine extreme Hitze.

Damit du dich leichter zurechtfindest, hier die wichtigsten Punkte:

Was es in Pompeji zu sehen gibt und wo die berühmten Körper liegen
Was es in Pompeji zu sehen gibt und wo die berühmten Körper liegen
Ausflug von Neapel nach Pompeji und auf den Vesuv
Ausflug von Neapel nach Pompeji und auf den Vesuv

Lohnt sich Neapel? Das Fazit von Milan Bez Mapy

Auf jeden Fall. Ich bin selbst überrascht, wie wohl ich mich hier gefühlt habe. Vielleicht gebe ich nächstes Mal weniger auf Vorurteile und mehr auf mein eigenes Urteil.

Besuch die Orte, die ich dir in diesem Artikel empfehle, entdecke auch deine eigenen und genieß Neapel und seine Umgebung. Aber vor allem: Gute Reise!

Milan Bez Mapy

Milan Bez Mapy
Geschrieben von
Milan Bez Mapy

Slowakischer Reiseblogger, der seit 2013 Slowaken von ihren Bürostühlen holt. Autor des Buches Influencer und Gründer des Blogs Bez Mapy.