Madeira hat mir besser gefallen als jede der Kanarischen Inseln, und stellenweise hat sie mich an Neuseeland erinnert. Den Aufstieg auf den Pico Ruivo, die Halbinsel Ponta de São Lourenço, die traditionellen Häuser in Santana und den Aussichtspunkt Cabo Girão würde ich mir nicht entgehen lassen. In Funchal lohnen sich die Gärten und eine Fahrt mit der Seilbahn.
- Wie viele Tage
- Mindestens vier volle Tage, Unterkunft im Süden; ich habe bei Calheta und in Funchal gewohnt
- Vom Flughafen nach Funchal
- Taxi etwa 25 bis 35 €, Bolt und Uber gibt es auch
- Mietwagen
- Ohne Auto kann ich mir Madeira nicht vorstellen; nimm ein möglichst kleines, am besten mit Automatik, denn die Straßen sind schmal und steil
- Pico Ruivo
- Ich habe in der Berghütte Casa de Abrigo für 18 € übernachtet, vom Parkplatz 45 Minuten zu Fuß, auf den Gipfel weitere 15
- Achtung
- Die offiziellen PR-Wanderwege kosten 2026 eine Gebühr von 4,50 €, reservieren musst du vorab über SIMplifica
- Essen
- Den besten Fleischspieß meines Lebens hatte ich im O Forno beim Leuchtturm in Ponta do Pargo, reservier vorher einen Tisch
Inhalt5 KapitelAusblendenAnzeigen
- 01Praktische Tipps für deine Reise nach Madeira
- Anreise nach Madeira: Flüge und vom Flughafen nach Funchal
- Wo du auf Madeira übernachten solltest
- Mietwagen auf Madeira
- Beste Reisezeit für Madeira und wie das Wetter ist
- Strände und Baden im Meer auf Madeira
- Nützliche Apps für deine Madeira-Reise
- 02Sehenswürdigkeiten auf Madeira: die Auswahl von Milan Bez Mapy
- Funchal: Gärten und Seilbahn
- Naturschutzgebiet Ponta de São Lourenço
- Traditionelle Häuser in Santana
- Wanderung auf den Pico Ruivo und eine Nacht in der Casa de Abrigo, dem höchstgelegenen Haus Madeiras
- Cabo Girão Skywalk
- Ponta do Sol und der Wasserfall Cascata dos Anjos
- Wasserfälle 25 Fontes und Risco und der Wald von Fanal
- Naturschwimmbecken in Porto Moniz und der Strand Faja do Barro
- Die steilste Seilbahn Portugals in Achadas da Cruz
- Leuchtturm von Ponta do Pargo und ein großartiges Lokal
- Ausflug auf die Insel Porto Santo
- 03Was du auf Madeira probieren solltest: typische Gerichte und Drinks
- 04Souvenirs von Madeira: was du mitbringen kannst
- 05Lohnt sich eine Reise nach Madeira?
Was gibt es auf Madeira zu sehen? Ich muss sagen, selten beeindruckt mich ein Ort so sehr, dass ich die ganze Zeit mit offenem Mund herumlaufe. Auf Madeira ist genau das passiert. Manchmal hatte ich das Gefühl, wieder in Neuseeland zu sein, so sehr hat mich Madeira daran erinnert.
Hier bekommst du meine Tipps, was du auf Madeira sehen solltest, wo du gut isst und übernachtest, was du probieren solltest und wie du das Beste aus deinem Besuch herausholst.
Praktische Tipps für deine Reise nach Madeira
- Anreise nach Madeira
- Wo du auf Madeira übernachten solltest
- Mietwagen auf Madeira
- Beste Reisezeit für Madeira
- Strände und Baden im Meer auf Madeira
- Nützliche Apps für die Insel
- Sehenswürdigkeiten auf Madeira
- Was du auf Madeira probieren solltest
- Souvenirs von Madeira
Anreise nach Madeira: Flüge und vom Flughafen nach Funchal
Direkt nach Madeira fliegt Wizz Air ab Budapest, der Flug dauert etwa fünf Stunden. Ab Wien fliegt Wizz Air seit März 2026 nicht mehr, die Airline hat sich vom Wiener Flughafen komplett zurückgezogen. Ab Prag fliegt TAP Portugal mit Umstieg in Lissabon. Ein Taxi vom Flughafen nach Funchal kostet etwa 25 bis 35 €. Gefreut hat mich, dass dort Bolt ganz normal funktioniert. Seit Dezember 2024 ist auf Madeira auch Uber wieder da, und zahlen kannst du überall mit Karte.
Tipp von Milan Bei der Landung würde ich auf der rechten Seite des Flugzeugs sitzen. Von dort siehst du von oben die steilen Klippen im Naturschutzgebiet Ponta de São Lourenço.
Wo du auf Madeira übernachten solltest
Auf Madeira spielt es eine Rolle, wo du wohnst. Im Norden regnet es meistens, deshalb sollte deine Unterkunft auf jeden Fall im Süden von Madeira liegen: in Funchal, Calheta, Madalena do Mar oder Ponta do Sol. Welcher Ort es wird, ist im Grunde egal. Ich habe bei Calheta und in Funchal gewohnt. Beim nächsten Besuch würde ich mir aber auch ein paar Nächte im schönen Ponta do Sol überlegen.
Die Bloggerin Janka Travelhacker hat mir die App Windy empfohlen. Damit konnte ich das Wetter selbst vorhersagen und meine Tage danach planen. Ich würde mindestens vier volle Tage auf der Insel einplanen.

Mietwagen auf Madeira
Auf Madeira ein Auto mieten oder mit dem Bus fahren? Ehrlich gesagt kann ich mir die Insel ohne Auto nicht vorstellen. Madeira hat zwar ein eigenes Busnetz, aber es ist sehr lückenhaft, und viele Orte aus diesem Artikel würdest du ohne eigenes Auto nicht erreichen. Außerdem zahlst du im Bus bar oder mit der aufladbaren GIRO-Karte. Mit der Bankkarte klappt es meistens nicht.
Vermieter gibt es viele, ich habe mich für Centauro in der Nähe des Flughafens entschieden. Warum? Centauro hatte den besten Preis. Mir ist allerdings aufgefallen, dass die Vermieter direkt in Funchal noch günstiger waren als die am Flughafen. Nimm unbedingt ein möglichst kleines Auto, am besten mit Automatik. Die schmalen, steilen und kurvigen Straßen stressen mich bis heute, und dabei saß ich in einem kleinen Fiat 500. Auf solchen Straßen lohnt sich eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung. Worauf du bei Versicherung und Kaution achten solltest, erkläre ich in meinem Artikel über den Mietwagen im Urlaub.
Parken ist auf Madeira nirgends ein Problem: Du hältst, wo es geht, und zwar kostenlos. Ich habe sogar Autos gesehen, die in Tunneln parkten. Achten musst du nur auf eine blaue Linie: Dort ist das Parken kostenpflichtig. Stell dich außerdem darauf ein, dass du viel Zeit in Tunneln verbringst. Maut zahlst du dafür aber keine.

Beste Reisezeit für Madeira und wie das Wetter ist
Die Hauptsaison auf Madeira dauert ungefähr von Mai bis September, dann regnet es am wenigsten. Ich war im Januar dort und hatte sowohl sonnige als auch verregnete Tage. Im Süden hatte es meist um die 20 °C, das war mir gerade recht. Dazu kommt: Im Januar sind am wenigsten Touristen da, und die Preise sind angenehm. Wie überall, schätze ich.
Strände und Baden im Meer auf Madeira
Madeira hat einige Strände, aber viele sind steinig und schwarz, und der Ozean ist kalt und rau. Eine Insel, auf der du die Tage auf der Liege am Strand verbringst, ist Madeira für mich ganz bestimmt nicht. Die Hotels haben Pools, aber ich hatte das Gefühl, dass Madeira nach Aktivurlaub verlangt, nach Tagen, an deren Ende du müde und mit Muskelkater ins Bett fällst. Genau so mag ich es.
Übrigens: Janka Travelhacker, eine Freundin von mir, hat die Strände auf Madeira sehr ausführlich beschrieben (auf Slowakisch). Ich gehe hier kaum auf sie ein, weil mich die Wasserfälle mehr interessiert haben.

Nützliche Apps für deine Madeira-Reise
- Windy sagt das Wetter vorher und zeigt, wohin die Wolken ziehen. Auf einer Insel wie Madeira, wo sich das Wetter minütlich ändert, ist das sehr praktisch.
- maps.me ist eine Offline-Karte, die so genau ist, dass sie selbst die kleinsten Waldwege und Abkürzungen zeigt. Super zum Wandern, aber nicht zum Navigieren mit dem Auto.
Sehenswürdigkeiten auf Madeira: die Auswahl von Milan Bez Mapy
- Funchal und seine Gärten
- Das Naturschutzgebiet Ponta de São Lourenço
- Der Ort Santana
- Wanderung auf den Pico Ruivo und eine Nacht im höchstgelegenen Haus Madeiras
- Der Cabo Girão Skywalk
- Ponta do Sol und der Wasserfall Cascata dos Anjos
- Die Wasserfälle 25 Fontes und Risco und der Wald von Fanal
- Der dramatische Strand von Faja do Barro
- Die Naturschwimmbecken in Porto Moniz
- Die steilste Seilbahn Portugals in Achadas da Cruz
- Der Leuchtturm von Ponta do Pargo und ein großartiges Lokal
- Ein Ausflug auf die Insel Porto Santo
Funchal: Gärten und Seilbahn
Funchal ist für mich der ideale Einstieg in Madeira. Ich habe nach der Ankunft zwei Nächte hier verbracht und würde das jedem empfehlen. Oder du suchst dir hier eine Unterkunft mit Parkplatz und bleibst den ganzen Urlaub in Funchal. Die Stadt hat eine gute Lage auf der Insel, und weil sie im Süden liegt, spielt auch das Wetter meistens mit.
Sehenswürdigkeiten in Funchal
- Markthalle Mercado dos Lavradores mit dem Café Confeitaria
- Altstadt und die Gasse Rua de Santa Maria mit dem Restaurant Taberna Ruel
- Fahrt mit der Seilbahn auf den Monte
- Botanischer Garten
- Gärten von Monte Palace Madeira
- Cristiano-Ronaldo-Museum
Mercado dos Lavradores ist ein schöner Markt, auf dem du frisches Obst kaufen kannst. Jemand hat mir geraten, nicht bei den Händlern unten zu kaufen, sondern nach oben zu gehen, weil es dort weniger touristisch ist. Hier habe ich jedenfalls das Café Confeitaria entdeckt. Dort gibt es kleine Maracuja-Törtchen, die Pastéis. Zum Frühstück lohnt sich ein Abstecher. Im Zentrum gibt es auch das Cristiano-Ronaldo-Museum, denn der Fußballer stammt von Madeira. Ich war nicht drin, weil ich kein Fan bin, aber dich interessiert es vielleicht.
Die Altstadt fand ich sehr gemütlich, vor allem rund um die Gasse Rua de Santa Maria, wo ich auch gewohnt habe. Restaurants gibt es hier jede Menge. Ich habe mich in die Taberna Ruel gesetzt und ein paar Meeresfrüchte bestellt, um Madeira gebührend zu begrüßen. An einem Stand habe ich mir den traditionellen Drink Poncha gekauft und bin einfach durch die Gassen geschlendert.
Ausflüge und Aktivitäten auf Madeira findest du hier:
Fahr auf jeden Fall mit der Seilbahn hinauf auf den Monte zu den Gärten. Es gibt auch Kombitickets für den Botanischen Garten und für Monte Palace. Ich war in beiden, und der Botanische Garten hat mir viel weniger gefallen. Wenn du nicht so viel Zeit hast wie ich, geh nur in den Monte Palace. Dieser Garten vereint Stile aus der ganzen Welt. Dazu gibt es das nette Café do Monte mit traditionellen portugiesischen Kuchen und Blick auf ganz Funchal und die Küste. Hinunter bin ich zu Fuß gegangen, das hat etwa eine Stunde gedauert.



Naturschutzgebiet Ponta de São Lourenço
Ponta de São Lourenço erinnert mich an meine Reise nach Neuseeland. Die Halbinsel gehört zu den letzten fast unberührten Orten auf Madeira. Sie liegt ganz im Osten der Insel. Hier hat eine fantastische Mischung aus Felsen, Meer und Natur eines der Meisterwerke der Insel geschaffen.



Traditionelle Häuser in Santana
Die traditionellen Häuser in Santana gehören zum Erbe Madeiras, denn sie stehen hier seit der Entdeckung der Insel. Man hat die kleinen, dreieckigen und bunten Häuser aus Holz gebaut und mit Stroh von den Getreidefeldern gedeckt. Holz war in dieser Gegend billig und reichlich vorhanden, außerdem hielt es die Temperatur im Inneren ausgeglichen.
Über das steile Dach lief das Regenwasser ab, so blieb das Haus dicht. Drinnen gibt es nur einen Dachboden, auf dem früher die Ernte lagerte, und das Erdgeschoss mit dem Wohnbereich. Der ist in zwei getrennte Räume geteilt: Küche und Schlafzimmer.

Wanderung auf den Pico Ruivo und eine Nacht in der Casa de Abrigo, dem höchstgelegenen Haus Madeiras
Der Pico Ruivo ist der höchste Berg Madeiras. Irgendwo hatte ich Bilder von einem schönen Sonnenaufgang dort oben gesehen, also wollte ich hin. In Blogs habe ich von der Berghütte Casa de Abrigo gelesen, in der du für ein Bett bezahlst und übernachten kannst. Der Haken: Die Casa de Abrigo gehört dem portugiesischen Staat, deshalb kannst du sie nicht über Booking.com und ähnliche Seiten buchen. Hier ist ihre offizielle Website. Ich habe angerufen und eine Nacht für 18 € reserviert, es gibt aber auch ein E-Mail-Kontaktformular.
Wie kommst du zur Casa de Abrigo? Park dein Auto in Achada do Teixeira neben dem Mountain Spot Café. Das ist der letzte große Parkplatz unter dem Gipfel des Pico Ruivo. Von dort sind es zu Fuß etwa 45 Minuten auf einem schönen gepflasterten Bergweg bis zur Hütte. Von der Hütte auf den Gipfel sind es dann nur noch 15 Minuten zu Fuß. Warme Kleidung würde ich unbedingt mitnehmen: Die Hütte hat keine Heizung, und im Januar war es nachts ganz schön kalt. Lade dir die App maps.me herunter, darin sind alle Waldwege eingezeichnet. Verlaufen wirst du dich nicht.
Wichtig: Für die offiziellen Wanderwege (PR) auf Madeira zahlst du eine Gebühr. 2026 kostet ein Weg für Besucher 4,50 €, und reservieren musst du vorab auf dem staatlichen Portal SIMplifica. Das gilt auch für die Wege auf den Pico Ruivo, zu den Wasserfällen 25 Fontes und Risco und auf der Ponta de São Lourenço.
Und der Sonnenaufgang? Das Wetter war so mies, dass ich rein gar nichts gesehen habe. Macht nichts. Bei Kerzenlicht in einer Berghütte die Socken am Kamin zu trocknen, während es draußen regnet, war ein echtes Erlebnis. Probier es selbst aus, vielleicht hast du ja Glück mit dem Wetter.


Cabo Girão Skywalk
Der Cabo Girão Skywalk auf Madeira steht auf einer der höchsten Meeresklippen Europas, und bei einer Reise nach Madeira würde ich ihn nicht auslassen. Von der Plattform mit Glasboden siehst du die Stadt Câmara de Lobos, einen Teil von Funchal und ein Stück der Südküste Madeiras. Er gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Früher war der Eintritt frei, seit Januar 2026 kostet er 5 € pro Person, Kinder bis 12 Jahre zahlen nichts.
Vor Ort gibt es auch ein Café und Toiletten. Du kannst also eine Pause machen und dich setzen (ins Café oder aufs Klo), nachdem du gesehen hast, wie eine 580 Meter hohe Klippe aussieht.
Tipp von Milan Im Café gibt es einen hervorragenden Maracuja-Cheesecake.


Ponta do Sol und der Wasserfall Cascata dos Anjos
Ponta do Sol habe ich nur durch Zufall entdeckt, als ich den Weg zum bekannten Wasserfall Cascata dos Anjos gesucht habe. Er stürzt direkt auf eine Straße, und die Autos fahren mitten durch ihn hindurch. Die Einheimischen nennen ihn die einzige kostenlose Autowaschanlage auf Madeira.
Achtung: Laut der Gemeinde Ponta do Sol ist die Straße unter dem Wasserfall seit 2016 für den Verkehr gesperrt, weil Steinschlag droht. Wenn du hinfährst, halte dich an die Schilder.
In Ponta do Sol solltest du den Sonnenuntergang über dem Meer nicht verpassen. Ich würde im Restaurant Sol Poente darauf warten und etwas Traditionelles bestellen, zum Beispiel Napfschnecken (Limpets). Am Ende des Artikels findest du Tipps, was du auf Madeira probieren solltest.



Wasserfälle 25 Fontes und Risco und der Wald von Fanal
Die Wasserfälle 25 Fontes und Risco sind die zwei bekanntesten der Insel, deshalb musst du hier auch mit den meisten Leuten rechnen. Wenn du Lust hast zu googeln, findest du bestimmt Dutzende weitere. Beide erreichst du zu Fuß ohne Mühe, das Gelände ist einfach. Es fährt sogar alle 20 Minuten ein Shuttlebus vom Parkplatz Miradouro de Rabaçal zum Rabaçal Nature Spot Cafe. Von dort ist der Weg zu den Wasserfällen noch kürzer.
Falls du mal musst: Die Toiletten draußen vor dem Rabaçal Nature Spot Cafe kosten Geld, die drinnen im Café sind kostenlos. Nur so nebenbei.
Levadas auf Madeira
Achte auf dem Weg zu den Wasserfällen auf die sogenannten Levadas. Was sind Levadas? Das sind künstlich angelegte Kanäle, die Wasser transportieren. Mit ihnen bewässert man die Felder auf der ganzen Insel. Es gibt unzählige solcher Aquädukte. Folge diesen Wasserkanälen und lass dich von ihnen durch den Urwald führen.




Der Wald von Fanal gehört zum UNESCO-Welterbe
Als die ersten Entdecker nach Madeira kamen, war die Insel von Lorbeerwald bedeckt, der Laurisilva. Laurisilva ist ein ursprünglicher Waldtyp, der einst einen großen Teil Südeuropas bedeckt hat. Auf Madeira sind nur 16 % des ursprünglichen Bestands erhalten. Heute gibt es nur noch wenige Gebiete, und das größte liegt hier auf Madeira. Der Wald gehört zum UNESCO-Welterbe.
Naturschwimmbecken in Porto Moniz und der Strand Faja do Barro
Die Naturschwimmbecken in Porto Moniz habe ich wegen schlechten Wetters nicht besucht. In der Nähe liegt aber der Strand Faja do Barro, der viele an Island erinnert. Wenn du vorbeikommst, lohnt sich ein Stopp.
Die steilste Seilbahn Portugals in Achadas da Cruz
Die Seilbahn in Achadas da Cruz gehört nicht zu den großen Touristenmagneten der Insel, deshalb war die Stimmung hier viel entspannter und es waren weniger Leute da. Es ist die steilste Seilbahn Portugals. Sie fährt bis 18 Uhr, aber schon um 17 Uhr wollte der Herr Chef niemanden mehr so richtig nach unten lassen. Unten hat mich nur ein verlassener Ort erwartet, eigentlich eher ein Weiler, aber er sah episch aus. Hier sollte man einen Film drehen.
Der Weiler heißt Fajã da Quebrada Nova. Dank des direkten Zugangs zum Meer war die Landwirtschaft hier schon immer sehr ertragreich. Das ist einer der Gründe, warum man die Seilbahn gebaut hat.


Leuchtturm von Ponta do Pargo und ein großartiges Lokal
Der Farol da Ponta do Pargo ist ein aktiver Leuchtturm in Ponta do Pargo. Er steht seit 1922 auf der Spitze der Ponta Vigia, einer felsigen Klippe. Der Turm selbst ist 14 Meter hoch, weil er aber auf der Klippe steht, leuchtet sein Licht 312 Meter über dem Meer. Von hier hast du auch einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang.
In Ponta do Pargo, nicht weit vom Leuchtturm, habe ich das Lokal O Forno entdeckt. Dort habe ich den besten Fleischspieß meines Lebens gegessen. Es gab eine kleine Warteschlange. Wenn du hier essen willst, und das empfehle ich dir aus tiefstem Magen, reservier lieber einen Tisch. Ich hatte keine Reservierung, und wäre ich eine halbe Stunde später gekommen, hätte ich keinen Platz mehr bekommen.

Ausflug auf die Insel Porto Santo
Für die Insel Porto Santo hat meine Zeit nicht mehr gereicht. Ich nehme sie trotzdem in die Liste auf, falls du mit dem Schiff von Funchal aus hinfahren willst. Erzähl mir dann, wie es war.
Was du auf Madeira probieren solltest: typische Gerichte und Drinks
Über das Essen auf Madeira möchte ich einen eigenen Artikel schreiben. Sobald er fertig ist, verlinke ich ihn hier. Bis dahin eine kurze Liste, was du auf Madeira probieren solltest. Außerhalb von Funchal waren die Restaurantpreise ähnlich wie bei mir zu Hause in Bratislava, nur in Funchal waren sie hoch. Wahrscheinlich wegen der Kreuzfahrtschiffe, die hier gern anlegen.
- Limpets sind Napfschnecken aus dem Meer, die fantastisch schmecken. Ich empfehle sie als Vorspeise.
- Der Fleischspieß (Espetada) ist wohl das Traditionellste, was ich auf Madeira gegessen habe. Den besten gab es im erwähnten Lokal O Forno. Obendrauf kommt Kräuterbutter, die langsam schmilzt und am Fleisch herunterläuft.
- Bolo do Caco ist Knoblauchbrot. Du denkst dir jetzt vielleicht, na und, das haben wir zu Hause auch. So eins aber nicht. Bestell es zur Vorspeise.
- Picado sind Fleischstücke mit Pommes. Für mich nichts Besonderes.
- Filete de espada ist Fischfilet mit Banane.
- Thunfischsteak ist einfach, aber sehr lecker.
- Austern. Die muss ich dir nicht vorstellen. Der Ozean rund um die Insel ist noch nicht verschmutzt, deshalb schmecken die Meeresfrüchte hier besser.
- Bolo de mel ist ein Honigkuchen, du bekommst ihn in jeder Konditorei.
- Rum 970 ist der traditionelle Rum der Insel.
- Poncha ist ein lokaler Drink, der zum großen Teil aus Rum besteht.
- Maracuja. Für die Menschen auf Madeira ist sie ungefähr das, was für uns Slowaken die Aprikosenzeit im Sommer ist. Sie lieben Maracuja und packen sie überall hinein. Ich empfehle dir Maracuja-Pastéis oder Cheesecake.

Souvenirs von Madeira: was du mitbringen kannst
Bolo de mel
Bolo de mel ist der Weihnachtskuchen der Madeirer, aber du bekommst ihn das ganze Jahr. Gebacken wird er mit Zuckerrohrhonig, und er hält ein ganzes Jahr, ohne zu schimmeln oder hart zu werden. Neben Honig, Mehl und Hefe enthält er auch Madeirawein, Fenchel, Zimt, Nelken, Walnüsse, Mandeln, Orange und Zitrone.
Rum 970
Den Rhum agricole Madeira 970 stellt man seit den 1970er-Jahren her. Er hat eine dunkle Bernsteinfarbe und 40 % Alkohol.
Portugiesische Keramik
Portugal ist reich an hochwertigem Ton und eignet sich deshalb ideal, um alle möglichen Arten von Keramik herzustellen, auch Geschirr. Portugal stellt seit Jahrhunderten Keramik her, und seine Künstler sind weltweit anerkannt. Auf Madeira kannst du fast alles aus Keramik kaufen.
Lohnt sich eine Reise nach Madeira?
Madeira ist mir ans Herz gewachsen. Ehrlich. Die Kanarischen Inseln gleich nebenan habe ich mehrmals besucht, aber Madeira hat mir besser gefallen als jede von ihnen. Vielleicht kommt Teneriffa an sie heran, aber nur ein bisschen. Eine dramatische Insel, schöne Natur, tolles Essen, faire Preise und (meistens) gutes Wetter. So ist mir Madeira im Kopf geblieben.
Gute Reise!
Milan





