Palma de Mallorca schaffst du auch an einem einzigen Tag. Mir haben die 14 Stunden zwischen Landung und Abflug gereicht: morgens die Kathedrale La Seu und die Altstadt, mittags Tapas und nachmittags der Strand Ses Illetes. Die Stadtstrände im Zentrum und die überfüllte Playa de Palma würde ich auslassen.
- Wie viel Zeit
- Gelandet bin ich um 8 Uhr, um 22 Uhr ging es zurück, dazwischen Zentrum, Tapas zum Mittag und Strand
- Vom Flughafen ins Zentrum
- Bus A1 bis zur Plaza de España, das Ticket zahlst du direkt im Bus, auch kontaktlos mit Karte
- Castell de Bellver
- Steiler Weg hinauf, drinnen war ich nicht, aber die Aussicht auf Palma und die Bucht lohnt den Aufstieg
- Strand am Nachmittag
- Ses Illetes, vom Zentrum mit dem Stadtbus Nummer 4 etwa eine halbe Stunde, ruhig und mit sauberem Wasser
- Achtung
- Lärm in El Arenal, ich war dort fünf Nächte, und ohne Ohrstöpsel war an Schlaf nicht zu denken
Inhalt5 KapitelAusblendenAnzeigen
- 01Palma de Mallorca: praktische Tipps vor der Reise
- Mit dem Bus vom Flughafen ins Zentrum von Palma
- Mit dem Bus durch Palma
- Mietwagen auf Mallorca
- Bezahlen, Trinkgeld und Touristensteuer
- 02Mein Tag in Palma in 14 Stunden
- 03Sehenswürdigkeiten in Palma de Mallorca
- Plaza de España und der Zug nach Sóller
- Plaza Mayor
- Kathedrale La Seu
- Die Altstadt von Palma
- Castell de Bellver: die runde Burg über Palma
- 04Essen in Palma: was du probieren solltest
- Was ist Sangría?
- 05Strände in Palma und Umgebung
- El Arenal
- Ses Illetes
Was kann man in Palma de Mallorca an einem Tag sehen? Ich war schon dreimal in Palma, aber erst bei diesem kurzen Besuch habe ich gemerkt, wie viel an einem einzigen Tag möglich ist.
Den Artikel habe ich nach meinem Besuch 2018 geschrieben und 2026 die praktischen Infos aktualisiert. Preise und Verbindungen solltest du vor der Reise trotzdem prüfen.
2024 habe ich Mallorca viel gründlicher bereist. Alle Tipps dazu findest du in meinem Artikel über Sehenswürdigkeiten auf Mallorca. Wenn du lieber schaust als liest, gibt es meinen ganzen Tag in Palma auch als Vlog:

Palma de Mallorca: praktische Tipps vor der Reise
Mit dem Bus vom Flughafen ins Zentrum von Palma
Vom Flughafen bringt dich der Bus A1 ins Zentrum. Das Ticket kostet bar 5 €, mit kontaktloser Karte direkt im Bus 3 € (2026). Der Bus hält auch an der Plaza de España, und von dort kommst du zu Fuß fast überall hin.
Mit dem Bus durch Palma
Eine Einzelfahrt mit dem Stadtbus der EMT kostet bar 2 €. In allen Bussen kannst du auch kontaktlos mit Karte oder Handy zahlen, dann kostet die Fahrt 1,20 € (2026). Zahlst du mit einer Karte für mehrere Personen, bekommen die Mitreisenden einen noch höheren Rabatt. Verbindungen planst du am einfachsten mit Google Maps. Wenn du nur in Palma bleibst, brauchst du kein Auto.
Mietwagen auf Mallorca
Wenn du auch den Rest der Insel sehen willst, etwa das Tramuntana-Gebirge, Sóller oder die Strände im Norden, lohnt sich ein Auto. Öffentliche Verkehrsmittel sind außerhalb von Palma langsamer und fahren viele Buchten gar nicht an.
Bezahlen, Trinkgeld und Touristensteuer
In Restaurants und Geschäften zahlst du ganz normal mit Karte. Trinkgeld ist in Spanien keine Pflicht. Wenn du zufrieden bist, kannst du etwas Kleingeld liegen lassen oder etwa 5 bis 10 % der Rechnung geben. Wenn du auf Mallorca übernachtest, rechne außerdem mit der Touristensteuer pro Nacht. Ihre Höhe hängt von der Kategorie der Unterkunft und von der Saison ab, und meist zahlst du sie erst vor Ort.
Mein Tag in Palma in 14 Stunden
Gelandet bin ich an einem Mittwoch um 8 Uhr morgens, um 22 Uhr ging mein Flug zurück nach Wien. Hin und zurück hat mich der Flug damals 9 € gekostet. Vielleicht habe ich deshalb in Palma so viele Slowaken getroffen, dass ich mich zeitweise wie in Bratislava gefühlt habe. Den Tag habe ich in drei Teile aufgeteilt, und genau so ist auch der Artikel aufgebaut:
- Vormittag: Rundgang durch die Altstadt
- Mittag: Tapas und Sangría
- Nachmittag: Strand
Sehenswürdigkeiten in Palma de Mallorca
Plaza de España und der Zug nach Sóller
Der Bus vom Flughafen setzt dich wahrscheinlich an der Plaza de España ab. Unter dem Platz liegt der zentrale Busbahnhof mit Linien in alle Teile der Insel, und zu Fuß erreichst du von hier die meisten Stadtviertel.
Am Platz ist auch der Bahnhof der historischen Bahn Tren de Sóller. Seit 1912 fährt sie durch die Berge nach Sóller und hält unterwegs zum Beispiel in Bunyola. Die Holzwaggons und die Fahrt durch das Tramuntana-Gebirge sind schon ein Erlebnis für sich. Ich bin damals nicht mitgefahren, weil ich für Palma nur 14 Stunden hatte. Wenn du mehr Zeit hast, ist das eine schöne Art, ein Stück der Insel zu sehen. Im Winter 2025/2026 war die Bahn wegen Reparaturen an der Strecke mehrere Wochen außer Betrieb. Schau dir deshalb vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan an.
Stadtführungen in Palma und Ausflüge auf Mallorca findest du hier:
Plaza Mayor
Von der Plaza de España bist du zu Fuß in etwa acht Minuten an der Plaza Mayor. Der Platz selbst hat mich nicht gerade umgehauen. Spannender sind die Gassen rundherum mit Cafés, kleinen Galerien und Läden. Für einen Stadtrundgang ist das ein guter Start.
- Tipp von Milan In Palma kommst du mit Englisch gut durch. Ein paar spanische Sätze für den Urlaub lohnen sich trotzdem, mir haben sie schon mehrmals geholfen.

Kathedrale La Seu
An der Kathedrale La Seu kommst du nicht vorbei. Der gotische Bau steht an der Stelle einer früheren arabischen Moschee. Nach der christlichen Eroberung Mallorcas im 13. Jahrhundert begannen die Bauarbeiten, geweiht wurde die Kathedrale 1601. Sie ist 121 Meter lang, ihr Mittelschiff ist 44 Meter hoch. Damit gehört sie zu den höchsten gotischen Kathedralen Europas. Anfang des 20. Jahrhunderts arbeitete auch Antoni Gaudí am Innenraum.
Den besten Blick auf die Kathedrale hast du von der Promenade am Meer. Von der Plaza Mayor gehst du etwa zehn Minuten bis zur Kathedrale. Ich war nicht drinnen, aber schon von außen hat sie mich völlig in ihren Bann gezogen. Unterhalb der Kathedrale liegt ein Park mit Brunnen, wo du kurz verschnaufen kannst.





Die Altstadt von Palma
Die Altstadt von Palma ist genau so, wie du dir eine spanische Stadt vorstellst: enge Gassen, bunte Fensterläden, Cafés, Restaurants und Souvenirläden. Dazu kommen Läden bekannter Modemarken und teurere Boutiquen. Alles erreichst du zu Fuß. Wenn du mehr Zeit hast, kannst du dir ein Fahrrad leihen.




Castell de Bellver: die runde Burg über Palma
Die Burg Bellver (Castell de Bellver) steht auf einem Hügel über der Stadt. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und hat einen kreisrunden Grundriss, was in Europa sehr selten ist. Rund um die Burg hast du einen der schönsten Blicke auf Palma und die Bucht.
Der Haken ist der Weg nach oben. Er führt steil bergauf, und bei Hitze ist das kein angenehmer Spaziergang. Ich bin trotzdem hinaufgegangen und habe es nicht bereut. Hinein bin ich nicht, denn der Eintritt kostet Geld, und das habe ich mir lieber fürs Mittagessen aufgehoben. Wegen der Aussicht lohnt sich der Aufstieg aber auch ohne Burgbesichtigung.



Essen in Palma: was du probieren solltest
Wie ganz Spanien hat auch Mallorca eine hervorragende Küche: Meeresfrüchte, Paella, Tapas und dazu Sangría. Wenn du keine Meeresfrüchte magst, probier Paella mit Hähnchen, Patatas bravas (gebratene Kartoffeln mit scharfer Soße) oder Tortilla, das spanische Kartoffelomelett. Von den Spezialitäten der Insel solltest du die Ensaïmada kosten: ein süßes, spiralförmiges Gebäck, das viele in den typischen Schachteln von Mallorca mit nach Hause nehmen.
Was ist Sangría?
Sangría ist ein Mixgetränk aus Rotwein, Obst und Eis. Im Supermarkt findest du billige Versionen, die nach Fusel schmecken. Gute Restaurants mischen sie dagegen mit gutem Wein, und dann schmeckt sie hervorragend. Wenn du es weniger süß magst, probier Tinto de verano, Wein gemischt mit Sodawasser oder Zitronenlimonade.


Strände in Palma und Umgebung
Den Tag habe ich an zwei Stränden ausklingen lassen, einem bekannten und einem weniger bekannten. Die Stadtstrände im Zentrum haben mich nicht begeistert. Gleich daneben liegt der Hafen, und das Wasser ist oft trüb. Auch den langen Strand Playa de Palma empfehle ich nicht, wenn du Ruhe suchst. Er ist meist überfüllt und hat mit dem Mittelmeerstrand von der Postkarte wenig zu tun.
El Arenal
El Arenal liegt am Ende der Playa de Palma und gehört zusammen mit Magaluf zu den bekanntesten Partyorten auf Mallorca. Vom Zentrum fährst du mit dem Stadtbus etwa 25 Minuten. Der Strand ist durchschnittlich, dafür gibt es viele Liegen, Bars und Restaurants. Unterkünfte sind oft günstiger als anderswo auf der Insel. Nachts ist es allerdings richtig laut. Ich habe selbst vor Jahren fünf Nächte hier verbracht, und ohne Ohrstöpsel war an Schlaf nicht zu denken.
Die Insel versucht, den Partytourismus zu bremsen. Seit 2020 gelten in El Arenal und Magaluf Einschränkungen, zum Beispiel ein Verbot von Happy Hours, organisierten Kneipentouren und nächtlichem Alkoholverkauf in Geschäften. Wer auf der Straße trinkt, riskiert ein Bußgeld.
- El Arenal passt zu dir, wenn du tagsüber am Strand liegen und abends bis zum Morgen feiern willst.
- Eher nichts für dich, wenn du Mallorca kennenlernen und nachts schlafen willst.



Ses Illetes
Den zweiten Strand hat mir eine Leserin empfohlen, die auf Mallorca lebt, und sie hatte recht. Ses Illetes liegt ein Stück westlich von Palma. Vom Zentrum fährt der Stadtbus Nummer 4 hierher, die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde. Der Strand ist viel ruhiger als El Arenal. Das Wasser ist sauber, der Sand fein, und vor der Küste ankern oft Jachten.
- Es gibt Restaurants und Strandbars, in denen du gut essen kannst.
- Liegen kannst du mieten, ein eigenes Handtuch reicht aber auch.
- Die Atmosphäre ist entspannt, ohne laute Partys.
Wenn du in Palma nur einen Tag hast und auch an den Strand willst, ist Ses Illetes für mich die bessere Wahl als die Strände in der Stadt.


Auf Instagram habe ich auch den Strand Playa de Muro bei Alcúdia am anderen Ende der Insel entdeckt. Auf den Fotos wirkt er wie ein endloser Sandstreifen mit klarem Wasser. Ich war damals nicht dort, aber wenn du mehrere Tage auf Mallorca bist, ist das ein Tipp für einen Ausflug.
An einem Tag in Palma schaffst du das Zentrum, die Kathedrale, ein gutes Mittagessen und ein Bad im Meer. Palma lohnt sich, auch wenn dich Geschichte nicht besonders interessiert.
Gute Reise!





